Steady ist ein Dienst, mit dem du bezahlte Mitgliedschaften anbietest. Er übernimmt Aufgaben, um die sich früher ein Verlag oder ein Label gekümmert hat: Abrechnung, Buchhaltung, Vermarktung, Werbung. Du kannst Steady mit einer Webseite, einem Newsletter oder einem Podcast nutzen. Wie das im Einzelnen aussieht, erklärt im Video Sebastian Esser, Mitgründer des Magazins Krautreporter und Autor des wöchentlichen Newsletters Blaupause.
Welches Problem Steady löst
Ob Onlinemagazin, Podcast, Newsletter oder Community, unabhängige Medienmacher:innen kennen dasselbe Problem: Mit der eigenen Publikation Geld zu verdienen, ist mühsam. Das gilt am Anfang, während des Wachstums und auch dann noch, wenn die Community schon groß ist.
Sebastian nennt es ein Henne-Ei-Problem. Du willst dich aufs Publizieren konzentrieren, und das geht nur, wenn das Geld reicht. Geld kommt aber oft nur herein, wenn du dich mit Werbevermarktung auskennst und viel Zeit hineinsteckst, und am Ende reicht es trotzdem nicht. Am unangenehmsten ist, dass du dich nicht darauf verlassen kannst, Monat für Monat Geld zu bekommen. Das setzt dich unter Druck.
Mitgliedschaften: Deine Community zahlt regelmäßig
Im Kern geht es bei Steady um bezahlte Mitgliedschaften. Die Menschen, die dich lesen, hören oder sehen, sind bereit, dir regelmäßig Geld zu zahlen, nicht alle, aber etwa 5 Prozent deiner Community. Dafür brauchst du zweierlei:
- Du machst es ihnen so leicht wie möglich, zu zahlen.
- Du gibst ihnen einen guten Grund dafür.
Ob dein Projekt genug Potenzial dafür hat, prüfst du in der Lektion Hat dein Projekt Potenzial für eine Mitgliedschaft?. Warum regelmäßige Zahlungen so viel wert sind, erklärt die Lektion Verstehe Mitgliedschaften.
So funktioniert Steady auf deiner Webseite
Angenommen, du veröffentlichst Texte auf einer eigenen Webseite. Dann läuft die Einrichtung so:
- Du legst in wenigen Minuten ein Steady-Konto an.
- Du verbindest Steady mit deiner Seite, indem du einen kleinen Code-Schnipsel in den Kopfbereich (Header) setzt. Das kennst du vermutlich von Diensten wie Google Analytics.
- Du markierst in deinem Artikel die Stelle, an der die Paywall erscheinen soll.
Steady legt sich dann wie eine zweite Schicht über deine Seite. Für alle, die noch nicht zahlen, verdeckt es einen Teil des Textes; zahlende Mitglieder sehen keine Paywall.
Wer Mitglied werden will, wählt ein Paket, gibt die Zahlungsdaten ein und liest sofort weiter. Von da an bekommst du jeden Monat Geld von diesem Mitglied, bis es kündigt. Kündigen können Mitglieder jederzeit.
Den Rest übernimmt Steady:
- Steady stellt die Rechnungen aus.
- Steady weist die richtige Mehrwertsteuer aus.
- Einmal im Monat zahlt Steady dir dein Geld auf dein Konto aus. Dazu bekommst du eine Gutschrift als PDF für deine Buchhaltung.
Newsletter und Podcasts mit Steady
Eine eigene Webseite brauchst du nicht. Steady funktioniert auch, wenn du deine E-Mails mit einem anderen Programm verschickst oder gerade erst mit einem Podcast anfängst. Die meisten Medienmacher:innen nutzen eine Mischung aus Webseite, Newsletter und Podcast.
Newsletter. Du kannst deinen Newsletter direkt mit Steady versenden, und zwar kostenlos. Solange du noch keine Mitgliedschaften verkaufst, gilt eine Fair Use Policy, also Regeln für eine angemessene Nutzung. Du schreibst ihn in einem schlichten, aber vielseitigen Editor, importierst deine ersten Abonnent:innen und verschickst ihn. Wer deinen Newsletter abonniert, hat bei Steady ein Konto und heißt dort kostenloses Mitglied. Einen Teil des Newsletters kannst du zahlenden Mitgliedern vorbehalten. Videos und Audios lassen sich einbetten, dazu gibt es verschiedene Formatierungen.
Podcasts. Zahlende Mitglieder bekommen einen eigenen Feed, über den du Bonusepisoden nur für sie veröffentlichst. Kündigt jemand, schaltet sich der Feed automatisch ab. Mit „Steady x Spotify“ können Mitglieder exklusive Episoden außerdem auf Spotify hören. Dafür verknüpfen sie ihr Spotify-Konto mit ihrem Steady-Konto.
Preise, Pakete und was Steady kostet
Welche Preise du verlangst, entscheidest du. Du kannst ein Paket anbieten oder mehrere, mit Monats- oder Jahrespreisen. Alles lässt sich anpassen. Wie du die passenden Beträge findest, steht in Was sind die richtigen Preise für Mitgliedschaften?.
Zum Start kostet dich Steady nichts. Erst wenn du Geld verdienst, erhält Steady 10 Prozent deiner Einnahmen als Provision. Sebastian begründet das damit, dass Steady und du so dasselbe Interesse haben: dass deine Publikation möglichst erfolgreich wird. Welche Abzüge außer der Provision noch vom Preis eines Pakets abgehen, steht ebenfalls in der Preis-Lektion.
Unterstützung und Wachstum
Wenn du unsicher bist, welche Lösung zu dir passt, nennt Sebastian im Video (Stand 2024) drei Wege:
- Du fragst in der Community von Steady um Hilfe.
- Du vereinbarst ein Beratungsgespräch mit dem Steady-Team.
- Du nutzt den Wachstumskurs mit Videos zu allen wichtigen Themen.
Mit Steady bist du zugleich Teil einer Community von Medienmacher:innen. Sie tauschen aus, was funktioniert, empfehlen einander weiter und treffen sich auch persönlich, etwa beim Steady Growth Day, einem Treffen für Medienmacher:innen.
Sebastian fasst Steady in zwei Versprechen zusammen. Das erste ist Steady Income: monatlich wiederkehrende, stabile Zahlungen. Das zweite ist Steady Growth: Steady hilft dir, neue Leute zu erreichen und sie zu zahlenden Mitgliedern zu machen. Dafür nennt er im Video drei Werkzeuge:
| Werkzeug | Wofür |
|---|---|
| Empfehlungen | Publikationen auf Steady empfehlen sich gegenseitig, das verschafft dir mehr Reichweite |
| E-Mail-Automationen | verschicken voreingestellte Mails, die Leser:innen zu Mitgliedern machen |
| Geschenkmitgliedschaften | Mitgliedschaften lassen sich verschenken |
Willst du loslegen, findest du die einzelnen Schritte in Starte deine Mitgliedschaft.
